Pressemappe · Stand Mai 2026

Pressemappe Longevity Index

Alle zentralen Zahlen, Zitate, Grafiken und Kontakte zum Österreich Longevity Index 2026 — für Redaktionen, Journalistinnen und Journalisten.

Kernbotschaft

„Österreich hat eine Lebenserwartung von 81,8 Jahren — aber nur 60,4 davon verlaufen in guter Gesundheit. 21 Jahre Morbiditätslücke — fast ein Viertel des Lebens."

Der Österreich Longevity Index 2026 ist der erste datenbasierte Longevity-Bericht für die österreichische Bevölkerung. Er aggregiert 58 Indikatoren aus sechs Primärquellen (Statistik Austria, Eurostat, WHO, OECD, GBD, GÖG) in acht Dimensionen und vergleicht Österreich mit 29 weiteren europäischen Ländern.

Die wichtigsten Zahlen

Auf einen Blick

21,4
Jahre Morbiditätslücke — fast ein Viertel des Lebens eingeschränkt
60,4
Gesunde Lebensjahre vs. 81,8 Jahre Lebenserwartung (Eurostat 2023)
11 / 30
Österreichs Rang im europäischen Longevity-Gesamtindex
~19 / 30
Rang bei gesunden Lebensjahren (HLY) — trotz überdurchschnittlicher Lebenserwartung
~⅓
der Erwachsenen erfüllen die vollständigen WHO-Bewegungsempfehlungen
4–7 %
erreichen 5 Portionen Obst/Gemüse täglich (ATHIS 2019)
der Hypertoniker:innen weiß nichts von ihrer Erkrankung (ATHIS)
~2 J.
Lebenserwartungs-Spanne zwischen West- und Ostösterreich

Fünf Kernbefunde

Was der Index zeigt

Befund 01

Die Morbiditäts-Lücke von 21 Jahren

Österreich hat eine Lebenserwartung von 81,8 Jahren (Statistik Austria 2023). Nur 60,4 davon verlaufen in guter Gesundheit (Eurostat HLY 2023). 21,4 Jahre — fast ein Viertel eines österreichischen Lebens — werden mit gesundheitlichen Einschränkungen verbracht. Das sind 2,7 Jahre weniger gesunde Jahre als im EU-Schnitt (63,1). Bei den HLY belegt Österreich Rang ~19 von 30 in Europa — 9 bis 11 Jahre weniger als die Spitzenländer Italien (69,1) und Malta (71,4).

Befund 02

Lifestyle als größter Hebel — politisch ungenutzt

Nur etwa ein Drittel (36 %) erfüllt die vollständigen WHO-Bewegungsempfehlungen (Ausdauer + Krafttraining). Rund die Hälfte hat einen unzureichenden Vitamin-D-Status. Nur 4–7 % erreichen die WHO-Empfehlung von fünf Portionen Obst und Gemüse täglich (ATHIS 2019). Bewegung (Rang 18) und Ernährung (Rang 21) liegen im unteren europäischen Drittel — obwohl Österreich bei Bildung, BIP und Gesundheitsausgaben zur europäischen Spitze gehört.

Befund 03

Kardiovaskuläre Stärke — eine echte Erfolgsgeschichte

Bei der altersstandardisierten CVD-Mortalität (183 pro 100.000, Eurostat hlth_cd_acdr2 2021) belegt Österreich Rang 8 in Europa — deutlich unter dem EU-27-Schnitt von 215. Das Gesundheitssystem behandelt akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen messbar gut — 40,2 % aller Todesfälle bleiben dennoch kardiovaskulär bedingt.

Befund 04

Versorgungs-Paradox: Was niemand sieht

Rund die Hälfte der Hypertoniker:innen in Österreich weiß nichts von ihrer Erkrankung (ATHIS / Statistik Austria). Nach internationalen Schätzungen bleiben bei Schlafapnoe in Hochlohnländern bis zu drei Viertel der Fälle undiagnostiziert. Auch bei Typ-2-Diabetes liegen geschätzte zusätzliche unentdeckte Fälle vor. Das Gesundheitssystem verpasst systematisch die frühen Phasen chronischer Erkrankungen — genau dort, wo Prävention am wirksamsten wäre.

Befund 05

Die Bundesländer-Schere

Zwischen den westlichen Bundesländern (Tirol, Vorarlberg, Salzburg — Lebenserwartung um 82,5–83 Jahre) und den östlichen (Burgenland, Wien — etwa 81,3–81,5 Jahre) liegen rund 1,5–2 Lebensjahre. Kärnten und die Steiermark weisen die höchsten Suizidraten Österreichs auf (Bundesschnitt ~13,5/100.000). Burgenland zeigt überdurchschnittliche Diabetes-Prävalenz. Gleiches Gesundheitssystem — systematisch unterschiedliche Gesundheitsergebnisse.

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21 Jahre eingeschränkt: Österreichs unsichtbare Gesundheitslücke

Wien, 13. Mai 2026 — Österreich hat zwar eine überdurchschnittliche Lebenserwartung von 81,8 Jahren (Statistik Austria 2023), aber nur 60,4 davon verlaufen in guter Gesundheit (Eurostat HLY 2023). Damit liegt Österreich 2,7 Jahre unter dem EU-Schnitt von 63,1 gesunden Lebensjahren — die Morbiditätslücke beträgt 21,4 Jahre. Spitzenländer wie Italien (69,1) und Malta (71,4) erreichen 9 bis 11 gesunde Lebensjahre mehr als Österreich. Das zeigt der neue „Österreich Longevity Index 2026", der heute vom Wiener Unternehmen Amrita Vitality veröffentlicht wird.

Der datenbasierte Index aggregiert 58 öffentliche Indikatoren aus sechs Primärquellen (Statistik Austria, Eurostat, WHO, OECD, GBD, GÖG) in acht Gesundheits-Dimensionen und vergleicht Österreich mit 29 weiteren europäischen Ländern. Ergebnis: Rang 11 von 30 im Gesamtindex. Besonders stark ist Österreich bei der CVD-Mortalität (Rang 8), deutlich schwächer bei Bewegung (Rang 18) und Ernährung (Rang 21).

Besonderes Augenmerk legt der Report auf bisher unterdiagnostizierte chronische Erkrankungen: Rund die Hälfte der Hypertoniker:innen weiß nichts von ihrer Erkrankung (ATHIS / Statistik Austria); bei Schlafapnoe bleiben nach internationalen Schätzungen bis zu drei Viertel der Fälle unentdeckt. Alle Rohdaten stehen unter Creative Commons 4.0 zur freien Verfügung.

longevity-index.at · Pressekontakt: Andreas Will, +49 176 24193957, kontakt@amritavitality.com

Mittel · ~500 Wörter
Standardmeldung für Tageszeitungen
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Österreicher leben lang — aber ein Viertel davon eingeschränkt: Neuer Longevity Index zeigt Morbiditätslücke von 21 Jahren

Wien, 13. Mai 2026 — Bei der reinen Lebenserwartung belegt Österreich mit 81,8 Jahren (Statistik Austria 2023) Platz 8 in Europa. Bei den gesunden Lebensjahren (HLY — Healthy Life Years) fällt das Land jedoch auf Rang ~19 von 30 zurück (Eurostat 2023). Österreicher:innen verbringen durchschnittlich 21,4 Lebensjahre — fast ein Viertel ihres Lebens — mit gesundheitlichen Einschränkungen. Das zeigt der erste „Österreich Longevity Index 2026", den das Wiener Unternehmen Amrita Vitality heute vorlegt.

Der Index aggregiert 58 Indikatoren aus öffentlichen Primärquellen (Statistik Austria, Eurostat, WHO, OECD, Global Burden of Disease 2021, Gesundheit Österreich GmbH) in acht Dimensionen — von Lebenserwartung über metabolische Gesundheit bis zur mentalen Vitalität. Österreich erreicht einen Gesamtscore von 59,2 von 100 Punkten und landet damit auf Rang 11 von 30 im europäischen Vergleich (EEA30).

Stärken und Schwächen deutlich verteilt: Bei der altersstandardisierten CVD-Mortalität (183/100.000 vs. EU 215, Eurostat hlth_cd_acdr2 2021) zeigt das österreichische Gesundheitssystem europäische Spitzenwerte (Rang 8). Doch bei den großen Lebensstil-Dimensionen hinkt Österreich hinterher: Nur etwa ein Drittel (36 %) erfüllt die vollständigen WHO-Bewegungsempfehlungen (Rang 18), lediglich 4–7 % erreichen fünf Portionen Obst und Gemüse täglich (ATHIS 2019), und rund die Hälfte hat einen unzureichenden Vitamin-D-Status.

Versorgungslücke bei stillen Erkrankungen: Ein zentraler Befund des Reports betrifft unterdiagnostizierte Erkrankungen. Rund die Hälfte der Hypertoniker:innen weiß laut ATHIS / Statistik Austria nichts von ihrem Bluthochdruck; bei Schlafapnoe bleiben nach internationalen Schätzungen bis zu drei Viertel der Fälle in Hochlohnländern unentdeckt; auch bei Typ-2-Diabetes liegen geschätzte zusätzliche Fälle über der offiziellen Diagnoserate. „Das Gesundheitssystem behandelt akute Krankheit gut, aber Prävention ist strukturell unterversorgt", heißt es im Report.

Regionale Unterschiede: Zwischen den westlichen Bundesländern Tirol (Männer 80,9 J., Frauen 85,3 J.) und Vorarlberg sowie den östlichen (Burgenland, Wien) liegen rund 1,5–2 Lebensjahre. Kärnten und die Steiermark weisen die höchsten Suizidraten Österreichs auf (Bundesschnitt etwa 13,5/100.000 im Jahr 2023). Burgenland zeigt überdurchschnittliche Diabetes-Prävalenz.

Der Longevity Index wurde vollständig eigenfinanziert, ohne Aufträge von Pharmaunternehmen, Krankenkassen oder staatlichen Stellen. Alle Rohdaten stehen unter Creative Commons 4.0 zur freien Verfügung. Geplant ist eine jährliche Aktualisierung mit ausgebautem Bundesländer-Modul.

longevity-index.at · Pressekontakt: Andreas Will, Amrita Vitality, +49 176 24193957, kontakt@amritavitality.com

Methodik in drei Sätzen · für Faktenchecker
  1. Der Index aggregiert 58 öffentliche Gesundheitsindikatoren (Statistik Austria, Eurostat, WHO, OECD, GBD 2021, GÖG) in acht Dimensionen.
  2. Jeder Indikator wird mittels Min-Max-Normalisierung auf eine 0–100-Skala gegen den EEA30-Referenzraum transformiert; die Dimensionen werden anhand populationsattributierbarer Fraktionen (GBD 2021) gewichtet zu einem Gesamtscore aggregiert.
  3. Alle Rechenschritte sind offengelegt, alle Rohdaten unter CC BY 4.0 frei verfügbar; bekannte Einschränkungen (Self-Report-Bias, HLY-Schwankungen, fehlende nationale Biomarker-Daten) sind im Methodik-Abschnitt transparent benannt.

Zitate zur freien Verwendung

O-Töne

Zitat zur Veröffentlichung

Österreich leistet sich eine Morbiditäts-Lücke von 21 Jahren — das entspricht fast einem Viertel jedes Lebens. Das Gesundheitssystem behandelt akute Krankheit gut, aber Prävention ist strukturell unterversorgt. Der Longevity Index soll diese Lücke sichtbar und politisch adressierbar machen."

Amrita Vitality, Herausgeber

Zitat zur Methodik

Alle 58 Indikatoren stammen aus öffentlichen Primärquellen — Statistik Austria, Eurostat, WHO, OECD, GBD. Jeder Rechenschritt ist offengelegt, alle Rohdaten stehen unter CC BY 4.0 zur Verfügung. Wir haben keinen Vorzugszugang zu Daten und erfinden keine Zahlen. Wir ordnen ein, was ohnehin öffentlich ist."

Amrita Vitality, Herausgeber

Pressekontakt

Interviews & Rückfragen

Pressekontakt
Andreas Will
Amrita Vitality
Anschrift
Amrita Vitality
Engerthstraße 141
1020 Wien, Österreich
amritavitality.com →
Sprachen: Interviews und O-Töne auf Deutsch und Englisch verfügbar. Für Print-Interviews, Radio- und Podcast-Aufnahmen sowie Hintergrundgespräche auf Einladung. Antwortzeit in der Regel innerhalb von 4 Stunden (werktags).

FAQ

Häufige Fragen aus Redaktionen

+Ist der Longevity Index wissenschaftlich peer-reviewed?
Nein. Der Longevity Index ist ein unabhängiger, datenbasierter Bericht — keine wissenschaftliche Studie. Er nutzt ausschließlich öffentlich verfügbare, peer-review-publizierte Primärdaten und methodisch transparente Aggregations-Regeln. Vergleichbar mit Indizes wie dem Euro Health Consumer Index oder den Bertelsmann-Länderreports.
+Wer hat den Index finanziert?
Die Erstellung des Longevity Index wurde vollständig von Amrita Vitality eigenfinanziert. Es bestehen keine Aufträge, Sponsorings oder finanziellen Verbindungen mit Pharmaunternehmen, Nahrungsergänzungsmittelherstellern, Krankenkassen oder staatlichen Stellen. Die vollständige Offenlegung ist auf longevity-index.at/offenlegung einsehbar.
+Warum ein kommerzielles Unternehmen als Herausgeber?
Amrita Vitality ist im Bereich evidenzbasierter Gesundheitsinformation tätig. Der Index ist als Beitrag zur öffentlichen Debatte konzipiert und enthält keine Produktempfehlungen, keine Markennennungen, keine Verkaufsaufrufe. Alle Daten, Grafiken und Ergebnisse sind frei verfügbar (CC BY 4.0). Potenzielle Interessenkonflikte sind in der Offenlegung transparent dokumentiert.
+Darf ich Daten, Grafiken oder Zitate verwenden?
Ja. Alle Inhalte des Longevity Index 2026 stehen unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 4.0 zur freien Verwendung bei Quellenangabe. Zitationsempfehlung: Amrita Vitality (2026). Österreich Longevity Index 2026. Wien: Amrita Vitality.
+Wie oft wird der Index aktualisiert?
Geplant ist eine jährliche Aktualisierung. Die Rohdaten für einzelne Dimensionen werden fortlaufend gepflegt. Größere methodische Revisionen sind in einem eigenen Changelog dokumentiert.
+Sind Interviews möglich?
Ja. Für Interviews, O-Töne oder Hintergrundgespräche — auf Deutsch oder Englisch — steht Andreas Will (Amrita Vitality) zur Verfügung. Kontakt: kontakt@amritavitality.com oder +49 176 24193957.

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